Das vierte Jahr

Natürlich gibt es trotz Baby noch einen kleinen Jahresrückblick für das vierte Jahr mit MS. Auch wenn es nicht so scheint, habe ich eifrig meine Bucketlist gefüllt. Alles in allem war es wohl das beste der vier Jahre, auch, wenn ich nicht ganz so viele Punkte der Bucketlist erfüllt habe wie in den Jahren davor. Kleider – ich muss dringend wieder Kleider kaufen gehen! Sonst schaffe ich die 300 wohl nie.

  • Disneyland besucht
  • ein Huhn gestreichelt
  • ein fremdes Land besucht
  • ein Ultraschallbild bekommen
  • 0 Schübe
  • 0 verlorene Körperteile
  • 1 (also insgesamt 8) von 16 besuchten Bundesländern
  • 4 (also insgesamt 13) vollendete Bucketlist- Punkte

Den Start ins fünfte Jahr habe ich ja irgendwie verpasst. Es ist schon gut einen Monat alt und ich frage mich, wo ebendieser hin ist. Immerhin werde ich wohl in diesem fünften Jahr einen sehr großen Punkt meiner Liste abhaken, der schon verdammt lang in Arbeit ist – meinen (ersten) Abschluss an der Uni. Mal sehen wie sich Amelie so in der Uni macht und ob ich das Ziel auch bis zum nächsten Frühjahr erreichen kann. Ansonsten bin ich letzte Woche einen Schritt Richtung MS- Normalität gegangen und habe meine Medikamenteneinnahme wieder gestartet, die bekannten Nebenwirkungen (Verlangsamung des Herzens) bei der Ersteinnahme gut überstanden und den Körper mit etwas Ruhe wieder an das gute Zeug gewöhnt. Jetzt fühle ich mich wieder normal und meide Menschen mit Erkältungen und anderen spannenden Erkrankungen, weil mein Immunsystem wieder auf ein Minimum heruntergefahren ist. Das hat bereits in der Vergangenheit gut geklappt und ich denke, dass es jetzt wieder so sein wird. Aber warten wir mal den ersten Besuch beim Kinderarzt ab, deren Wartezimmer sollen ja besonders toll sein.

Allerliebste Grüße

Steffie

 

Was bisher geschah…

19 Monate ohne Medikamente – 21 Monate ohne Schub – 10 Monate Schwangerschaft – 4 Wochen Amelie-Liebe

So langsam aber sicher normalisiert sich mein Leben wieder. Falls man mit Kind jemals wieder normal sagen kann. Vermutlich nicht. Nichts desto trotz rutschen wir wieder in eine Routine, die mich daran erinnert, warum ich eine Routine brauche. Und was soll ich sagen, die kleine Amelie macht einfach mit. Ich habe scheinbar über die Nabelschnur regelmäßig die Information weitergegeben, dass ich Stress nur bedingt vertrage. Also habe ich ein ruhiges und entspanntes Baby bekommen, das in der letzten Woche nachts das erste Mal fast sechs Stunden am Stück durchgeschlafen hat. Auch sonst schafft sie mindestens vier Stunden und schläft, wenn sie nach den vier Stunden ihr Fläschchen bekommt, regelmäßig mit mir bis neun Uhr aus. So kam es also, dass ich ausgeschlafen und entspannt bin, mich nicht gestresst oder ausgelaugt fühle und meinen Job als Mama ganz gut hinbekomme. Da mich der allerbeste Ehemann auch noch hervorragend unterstützt und das, obwohl er schon seit zwei Wochen wieder arbeiten geht, kann ich ab Montag sogar schon wieder zur Physiotherapie gehen. Sport kann ich zwar noch nicht wieder machen, aber immerhin darf mein Physiotherapeut mir meinen Kopf wieder zurechtrücken. Es ist also eingetroffen, was ich so nie erwartet hätte: ein Leben mit MS und Kind kann funktionieren und das sogar sehr gut. Auch ich darf erleben, wie sehr ein Leben bereichert werden kann. Dieser kleine Mensch macht mich glücklicher, als ich jemals war. Am 26. Mai 2013 bin ich ins Krankenhaus gegangen, weil eine meiner Gesichtshälften taub war. Am 28. Mai 2013 bekam ich eine Diagnose, die mein Leben veränderte. Am 26. Mai 2017 bin ich ins Krankenhaus gegangen, um mein Kind auf die Welt zu bringen. Am 28. Mai 2017 habe ich deswegen den Jahrestag meiner Krankheit vergessen. Scheinbar wollten alle Umstände, dass ich dieses grausige Ereignis aus dem Jahre 2013 im Jahr 2017 mit einem positiven Ereignis überschreibe. Und das ist geglückt.

Allerliebste Grüße

Steffie

Nähen für Kleini

IMG_20170109_220302_519Irgendwie hat sich zur Zeit mein Lebensschwerpunkt verändert und das ist auch gut so. Mein Semester ist vorbei, ich habe zwei Referate gehalten, zwei Hausarbeiten geschrieben, zwei mündliche Prüfungen gemacht und eine Klausur (die allerletzte im Bachelor!) geschrieben und deswegen hatte ich in den letzten Wochen nicht viel anderes zu tun, als zu lernen. Nebenher bin ich schwanger. Und sagen wir so, das ist so erfüllend, dass für mehr kaum Raum bleibt. Als Ausgleich zum Lernen habe ich immer mal wieder für Kleini genäht und gebastelt. Es gibt wirklich viele tolle Dinge, die man für so ein Baby machen kann. Wochenlang habe ich Ideen gesammelt und überlegt, was von all den Dingen ich selbst machen kann. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich quasi alles machen kann. Die letzten Monate waren eine sehr gute Übung und ich bin perfekt vorbereitet. Ich kann stricken, nähen und basteln. Und es tut mir immer noch so gut. Also habe ich zum einen angefangen (und mittlerweile auch beendet), eine Wolldecke für Kleini zu stricken. Für die Momente, in denen mein Kopf vom Lernen so matschig war, dass nicht mehr ging, als stupide Reihe um Reihe zu stricken. Das war glücklicherweise nicht so häufig der Fall, aber so eine Decke für ein Baby ist ja auch nicht so riesig. Manchmal habe ich mir aber auch ein oder zwei Tage frei genommen, um das ein oder andere größere Projekt in Angriff zu nehmen. Ab dem Moment, dass man mir und dem allerbesten Ehemann gesagt hatte, dass wir ein kleines, gesundes Mädchen bekommen werden, habe ich eine riesige Motivation entwickelt, für Kleini und für mich werdende Mama zu nähen. Zum Beispiel meine Mutterpasshülle. Außerdem habe ich eine Bettschlange, Halstücher und eine Windeltasche genäht. Das Internet bietet eine Vielzahl von Anleitungen an, die es auch jedem Anfänger ermöglichen, alles Mögliche nachzunähen. Das habe ich natürlich genutzt.IMG_20170110_183236_262 IMG_20170219_125421_177

Die Tatsache, dass wir ein kleines Mädchen bekommen, ist natürlich hervorragend. Ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich ihre Kleidchen in meine 300 Angestrebten miteinrechnen kann. Ich suche für sie quasi Kleider aus, die ich selbst auch anziehen würde. Und noch viel besser ist, dass man in ihrer Größe mal eben schnell Kleidchen nähen kann. Ein Traum. Also besitzt meine ungeborene Tochter bereits sechs Kleider, von denen ich zwei für sie genäht habe. Ich an ihrer Stelle würde mich sehr freuen.IMG_20170306_205814_427Und somit habe ich euch mal wieder auf den neusten Stand gebracht. Meine Schwangerschaft geht so langsam in den Endspurt und ich habe noch so einiges vor. Vor allem habe ich vor, sie zu genießen. Mein wunderbares Kind erspart mir jegliche Wehwehchen (abgesehen von sporadischen Ischiasschmerzen, die aber immer schön vergehen) und meine MS lässt mich auch in Ruhe. Ich werde die letzten Wochen dafür nutzen, weiterhin entspannt und glücklich zu sein, um eine möglichst gute Grundlage dafür zu schaffen, schubfrei die Geburt zu überstehen. Angeblich ist das Risiko enorm hoch, nach einer Geburt schwere Schübe zu kriegen. Ob ich das bestätigen werde, sehen wir dann demnächst. Ich denke nicht, aber das will gut vorbereitet sein.

Allerliebste Grüße

Steffie

Schwanger mit MS

Da hat einfach das Jahr gewechselt. Ohne sentimentale Rückblicke auf das letzte Jahr und ohne mulmigem Gefühl wegen des kommenden Jahres. Einfach so ist das eine in das andere über gegangen und ich habe mich einfach nicht anders gefühlt. Keine Angst. Keine Sorge. Keine Reue. Keine Trauer. Kein komisches Bauchgefühl. Einfach ich bei mir und in mir. Und es war wunderschön. So entspannend. Die Kombination aus einem Jahr unermüdlicher Arbeit an mir selbst und diesem kleinen Babymenschen in mir haben es endlich geschafft, dass ich alle negativen Gefühle aus mir verbannt habe. Und dann war Neujahr auch schon wieder vorbei. Noch nicht mal an meinen Halbjahrestag am 28. November habe ich gedacht. Fast nicht zu glauben. Scheinbar habe ich alles richtig gemacht. Lange habe ich überlegt, ob ich überhaupt jemals ein Kind kriegen werde. Direkt nach der Diagnose war ich mir sehr lange sehr sicher, dass ich niemals eins bekommen werde. Mir dessen sicher, habe ich mich erstmal um die offensichtlichen Baustellen gekümmert. Mich selbst. Mein seelisches und körperliches Befinden. Nach mühsamer und harter Arbeit, hatte ich mich nach langer Zeit so weit, dass ich zumindest das Gefühl hatte, dass ich über ein Kind nachdenken kann. Und nach noch ein bisschen mehr Zeit war ich mir sicher, dass ich mir auf jeden Fall ein Kind wünsche. Ich war so sehr mit mir selbst im Reinen, dass ich dachte, dass ich selbst mit MS eine bessere Mutter sein kann, als manch andere ohne Krankheit. Zumal ich dieses lästige Etwas auch endlich im Griff habe. Und nichts gibt einem mehr Motivation, als der Gedanke, für jemanden anderen gesund sein zu wollen, zusätzlich zu dem Gedanken, dass man für sich selbst gesund sein will. Und nun, nach der Hälfte meiner Schwangerschaft, stelle ich fest, dass die Entscheidung ein Kind zu kriegen, die Ergebnisse meiner mühsamen und harten Arbeit perfektioniert hat. Ich vergesse meine Krankheit. Ich vergesse sie einfach. Ich vergesse meine Krankengeschichte, die Zeiträume verschwimmen, die Schübe haben in meiner Erinnerung keine Symptome mehr. Ich bin ein scheinbar gesunder Mensch. Auf mich aufzupassen, ist nicht mehr nur eine Option, sondern meine Pflicht. Und sie zu erfüllen ist das einfachste, was ich jemals machen musste und durfte. Und nun blicke ich voller Zuversicht in die Zukunft. Ich habe keine Angst. Nicht vor der MS, nicht vor dem Leben mit einem Kind. Keiner kann mir sagen, ob mir in zwei Jahren ein Stein auf den Kopf fällt oder ich einen Schub haben werde, der mich in den Rollstuhl bringt. Keiner kann uns sagen, was auf uns wartet. Und Entscheidungen und Wünsche von möglichen Rückschlägen abhängig zu machen, ist völliger Irrsinn. Und das habe ich verstanden. Und so lebe ich auch.

Allerliebste Grüße

Steffie

Warum es so lange so still war…

Lang, lang ist’s her und doch bin ich noch da. Irgendwie hat mir das gefehlt, aber irgendwie habe ich auch lange nicht die richtigen Worte gefunden. Oft habe ich abends im Bett hin und her überlegt, was ich mal wieder schreiben könnte, und doch hat mich nichts so beschäftigt, das es mir Wert schien, es zu schreiben. Außer einer Sache. Und die konnte ich nicht in Worte fassen. Oder wollte ich nicht in Worte fassen. Wer weiß? Klammheimlich habe ich vor ein paar Wochen einen Bucketlistpunkt erfüllt bekommen. Den einzigen Punkt, den ich nicht selbst in der Hand hatte. Oder sagen wir nur bedingt. Aber schlussendlich auch wieder gar nicht. Und die Tatsache, dass ich ihn erfüllt bekommen habe, hat mich unendlich überwältigt. Und es hält noch an.

Ein erstes Ultraschallbild bekommen

Und nun sitze ich hier, viele Wochen nach dem ersten Ultraschallbild, mit nun viel mehr Ultraschallbildern, einem kleinen Babybauch, ordentlich Appetit und war noch nie so sehr im Einklang mit mir selbst. Die Vorweihnachtszeit, die mir noch letztes Jahr wie ein Marathon vorkam, fühlt sich an wie ein Geschenk. Ich genieße jede Minute und sauge jede kleine Wunderbarkeit in mich auf. In mir herrscht eine Art von Glücklichsein, die ich so noch nicht kannte und die jedes andere Glücklichsein so viel kleiner erscheinen lässt. Und auf einmal ist alles so leicht. Dieses kleine Wesen gibt mir die innere Ruhe, die alles mit Leichtigkeit geschehen lässt. Und doch lebe ich in erster Linie mein vorheriges Leben weiter und werde auch so lange wie möglich versuchen, es dabei zu belassen. Die Uni hat mich fest im Griff und ich arbeite daran, Anfang des Jahres noch so viele Prüfungen wie eben möglich abzulegen. Aber eben auch das gelingt mir so viel besser. Dieser innere Antrieb ist doch etwas Feines.

Und nun habe ich einmal den Bann durchbrochen und werde versuchen, wieder etwas mehr zu schreiben. Leider hält es sich dieses Jahr in Grenzen mit Selbstgemachtem. Aber vielleicht werde ich nächste Woche nochmal kreativ.

Allerliebste Grüße

Steffie

Keine Zeit, weil zu viel Zeit

Fast zwei Wochen sind seit dem Urlaub vergangen und ich kann nichts anderes denken als: „Ich brauche Urlaub!“ Irgendwie braucht man nach dem Urlaub nochmal Urlaub, damit die Woche nach dem Urlaub gar nicht erst stattfinden kann. Nur dann wäre die Woche nach dem Urlaub einfach nur verschoben und das Problem nicht gelöst. Aber immerhin hätte man länger Urlaub. Nichts desto trotz bin ich irgendwie wieder in einem Trott angekommen. Aktuell leider einem Trott, der nicht viel Struktur bietet. Ich wünsche mir, dass die Uni endlich wieder losgeht. Ich bin nicht gewöhnt, so lange frei zu haben und ich fühle mich seltsam davon gestresst, dass ich keine Zeit habe, obwohl ich viel zu viel Zeit habe. Das ergibt nicht viel Sinn, umschreibt aber in etwa wie ich das Ganze empfinde. Es dauert noch unfassbare vier Wochen, bis die Uni anfängt und mir endlich wieder eine geregelte Woche schenkt. Immerhin ist mein Physiotherapeut auch aus seinem Urlaub zurück und ermöglicht mir somit wenigstens wieder einen Termin in der Woche. Irgendwie ist das grad Klagen auf sehr hohem Niveau, das ändert aber nichts an meiner Misere.

Am Samstag gehen der allerbeste Ehemann und ich auf eine Pasta- Party. Total tolles Konzept: der Gastgeber kocht Nudeln (nach Wahl auch unterschiedliche Arten) und alle Gäste bringen Beilagen dazu mit. Saucen aller Art, frisches oder gebratenes Gemüse, Käse und alles andere, was man zu Nudeln essen kann. Aus meiner Sicht quasi alles, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es ein ungeschriebenes Gesetzt gibt, dass es italienisch sein sollte. Ich habe mich für zwei Sorten Pesto, geröstete Pinienkerne, kleine Tomaten und eingelegten Feta entschieden. Das esse ich so kombiniert sehr gerne und vielleicht findet der ein oder andere Gast am Samstag auch Gefallen daran. Ich hatte überlegt, zu fotodokumentieren und euch dann zu berichten.

Allerliebste Grüße

Steffie

Frankreich

imag4391So, da bin ich wieder. Seit zwei Tagen bin ich schon wieder daheim und versuche in meinem Kopf all die wunderbaren Eindrücke der letzten Woche zu verarbeiten und sortieren. Und so langsam aber sicher kommt in meinem Kopf an, was ich alles so erlebt habe. Ich war in Frankreich und irgendwie habe ich mein Herz dort gelassen. Ich hoffe, es kommt irgendwann auch wieder heim. Aber irgendwie habe ich den leisen Verdacht, dass ich es eine lange Zeit nicht wieder sehen werde. Zur Not hole ich es mir wieder, denn ich war nicht das letzte Mal in Frankreich. Unseren Urlaub haben wir mitten im Inland in Saint- Fargeau begonnen. Ein niedliches kleines Dörfchen mit keiner größeren Stadt in der Nähe. Unglaublich schön. Es gab einen See, einen Pool, Sonne, kein Internet und die wunderbare Weite der französischen Landschaft mit all ihren kräftigen Farben. Und da war es schon um mich geschehen. Noch dazu all diese süßen historischen Stadtkernchen und ich habe mehr als genug Urlaub. Ich bin nicht so dafür gemacht, Tage lang an einem Strand oder Pool zu liegen und gerade deswegen waren das perfekte fünf Tage. Ich lag in der Sonne, ich war schwimmen, ich habe Städtchen angeschaut und ich konnte Landschaften betrachten. Und somit war ich der entspannteste Mensch der Welt, als wir am sechsten Tag nach Paris gefahren sind. Paris. Die erste Stadt, die Wien das Wasser reichen kann. Aber sowas von. Egal um welche Ecke man geht, überall lauert Kunst und Kultur. Wunderbar. Leider war der Plan, Paris erstmal kennen zu lernen, um dann zu entscheiden, ob es sich lohnt, nochmal wieder zu kommen. Ich hätte es besser wissen müssen. Es hätte mir klar sein sollen, dass es sich lohnt. So habe ich all die Kunst nur hinter den dicken Mauern der Gebäude erahnt, aber nicht gesehen. Was aber nicht nur schlimm ist, weil ich mein Herz ja eh noch dort abholen muss. In dem Zuge werde ich mir direkt die ganze Kunst anschauen. An diesem einen Tag habe ich immerhin direkt den ersten Bucketlistpunkt abgehakt.

Ein Baguette in Paris essen.

Natürlich kommt die wunderschöne Hauptstadt Frankreichs in meiner Bucketlist vor. So habe ich mir in einer kleinen Bäckerei in einer Nebenstraße in Paris ein frisches Baguette gekauft und gefuttert. Naja, halb gefuttert. Ist ganz schön groß so ein Baguette. Natürlich habe ich mir auch die meisten Sehenswürdigkeiten angeschaut, zumindest von außen. Wirklich toll, dieses Städtchen.

imag4471Am Tag darauf kam dann das absolute Highlight unserer Reise. Ich glaube, ich habe es noch nie erzählt, aber ich bin ein großer Fan von Disney und da ist es natürlich ein Muss, das Disneyland zu besuchen. Bei wunderschönstem Wetter sind wir einen ganzen Tag durch’s Disneyland gelaufen. Begrüßt wurde ich am Eingang mit: „Oh, you have a happy face.“ und beendet habe ich den Tag in der ersten Reihe der Disneyparade, aufgeregter als die etwa sechsjährige Pauline neben mir (wir haben uns dort spontan kennengelernt). Dieser ganze Tag war so herzerfüllend schön, dass ich immer noch davon zehre. Und somit habe ich den zweiten Bucketlistpunkt fertig gestellt.

Disneyland Paris besuchen.

Alles in allem waren es sehr entspannende, aufregende, glücklich machende, beeindruckende, spannende Tage und ich bin mir sicher, dass ich nochmal in Frankreich Urlaub machen werde.

imag4518Allerliebste Grüße

Steffie

Vorfreude

So, meine Lieben, immer, wenn es hier still wird, bin ich meist beschäftigt. Und ich war diesmal sowas von beschäftigt… Eine Reise steht kurz bevor und ich bin schon schrecklich aufgeregt. Ich werde zwei Bucketlistpunkte abhaken und ein neues Land kennen lernen. Und ich liebe neue Länder! Ich werde auch nicht verraten, wohin die Reise gehen wird. Ich sage nur so viel: ein Kindheitstraum wird in Erfüllung gehen. Und für diese Möglichkeit verzichte ich sogar auf das Meer. Und das soll schon was heißen. Ich werde euch auf jeden Fall berichten und natürlich alles fotodokumentieren. Zum einen natürlich für meine Bucketlist und zum anderen auch für meinen Blog, um ihn um eine weitere wunderschöne Erinnerung zu erweitern. In diesem Sinne, wir lesen uns an dieser Stelle in ein paar Tagen wieder.

Allerliebste Grüße

Steffie

Überbackene Zucchini

So, es ist passiert. Das erste Mal seit Wochen oder sogar Monaten war ich mal wieder auf der Wage und mein unfassbar gutes Körpergefühl hat sich in meinem Gewicht wiedergespiegelt. Ich habe einfach mal acht Kilo abgenommen. Kein Wunder, dass ich mich fitter fühle. Scheinbar war das eine sehr gute Idee, die Sache mit der Ernährungsumstellung. Ich vermute, schon die Tatsache, dass ich fast gänzlich auf Zucker verzichte, hat ihren Beitrag geleistet. Abgesehen davon fällt mir diese ganze Low Carb Geschichte wirklich leicht. Es gibt eine Unmenge von Seiten, auf denen man Rezepte und Ideen finden kann, und wenn man sich endlich daran gewöhnt hat, das ein oder andere Produkt im Supermarkt einfach mal umzudrehen und in der Nährwerttabelle zu sehen, wie viel versteckter Zucker in vielen Dingen ist, lässt man das meiste einfach im Regal stehen. Die beste Möglichkeit ist, sich durch das Angebot von frischem Gemüse zu kochen. Und das mache ich. Und da Low Carb nicht nur Verzicht, sondern vor allem Schlemmen bedeutet, lasse ich euch teilhaben. Heute mit überbackener Zucchini. Das wirklich Tolle an Low Carb ist, dass man quasi alles mit Käse überbacken darf und man somit eine Vielzahl an Gemüseaufläufen machen kann. Aber nicht immer muss es ein Auflauf sein. Ich bin ein absoluter Fan von Zucchini und schon lange vor Low Carb gab es bei uns überbackene Zucchini zu essen. Für eine Mahlzeit für eine Person braucht man:

  • eine Zucchini
  • eine Tomate
  • etwas Olivenöl
  • Raspelkäse (Mozzarella oder Gouda)
  • Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano, Thymian
  • nach Bedarf Knoblauch
  • etwas Parmesan

IMAG3479Die Zubereitung ist total einfach. Man heizt den Backofen auf 160° Umluft vor. Dann schneidet man die Tomate klein und wäscht und halbiert die Zucchini. Diese wird dann ausgehöhlt, dass fast nur noch die grüne Schale stehen bleibt und ihr legt die beiden Hälften in eine Auflaufform. Das Innere der Zucchini bewahrt ihr auf. Nun gebt ihr das Olivenöl in einen kleinen Topf und lasst es heiß werden. (Nach Bedarf kann an dieser Stelle noch zermatschter Knoblauch zugefügt werden.) Dort hinein kommen dann Tomaten und das Innere der Zucchini und ihr bratet beides ordentlich an. Das Ganze würzt ihr mit den Gewürzen, damit es ordentlich Geschmack annimmt. Wenn die Tomaten beginnen zusammen zu fallen, füllt ihr die Mischung in die leeren Zucchini und gebt etwas Raspelkäse darauf. Das Ganze kommt dann für gute 20 Minuten in den Backofen. Ziel ist, den Käse schön braun werden zu lassen. Wenn dem so ist, holt ihr die Zucchini heraus und bestreut sie mit etwas Parmesan. An dieser Stelle würde ich anfangen zu essen. Für die Nicht- Low Carber: man kann super gut Reis dazu essen und ihn in der Zeit kochen, in der die Zucchini im Ofen ist. Und so hat man in einer halben Stunde ein wirklich leckeres Essen.

Allerliebste Grüße

Steffie