Ausnahmezustand

Schon mehrfach wollte ich wieder etwas schreiben. Und mehrfach ist mir aufgefallen, dass in meinem Kopf nicht viel mehr ist, als all das Wissen über mittelalterliche Literatur, das ich in den letzten zwei Wochen hineingeprügelt habe. Jeden Abend liege ich im Bett und habe Angst, dass ich das Wissen am nächsten Morgen wieder verloren haben könnte. Das ein oder andere weniger schöne Ereignis mit meinem MS-kranken Köpfchen macht mich unsicher. Aber ich habe alles drei- bis vierfach wiederholt und die Chancen stehen gut, dass ich übermorgen eine ganz gute Leistung abliefern könnte. Parallel zur Lernerei versuche ich weiterhin gesund zu essen, was mir ausgesprochen schwer fällt, weil ich am liebsten den ganzen Tag lang Schokolade futtern und Cola in mich reinkippen könnte. Mein Gehirn schreit ganz laut: „Gib mir Zuuucker!!“ Und ich versuche standhaft zu bleiben. Klappt an manchen Tagen. Immerhin gehe ich noch artig zum Sport. Stressabbau. Und in einer Situation wie der jetzigen, merke ich, dass ich nicht ganz gesund bin. Mein Gesicht kribbelt munter vor sich hin und sagt mir: „Pass auf dich auf!“ Also passe ich auf mich auf. Mein Tag besteht nur noch aus Lernen und den wirklich nur nötigsten sonstigen Aktivitäten. Außerdem sorge ich für viel Schlaf und ausreichend Pausen. Alles in allem ist hier Ausnahmezustand. Ich bin sehr froh, wenn endlichen Donnerstag ist und dieses ganze Theater vorbei ist. Was man nicht alles dafür macht, um klüger zu werden… Leider erlebe ich also zur Zeit quasi gar nichts. Der Lernstress macht das Fernweh größer und ich sehne den Urlaub herbei. Ich zähle die Tage. Außerdem versuche ich seit geraumer Zeit einen Rock fertig zu nähen, den ich vor etwa fünf Wochen angefangen habe. Naja, zusammengefasst, ist das Ganze hier Klagen auf sehr hohem Niveau. Immerhin habe ich die Möglichkeit eben alles zurückzustellen und mich auf diese eine Sache zu konzentrieren. Und Donnerstag ist es endlich vorbei und ich habe Ferien. Dann kann ich reisen, nähen, kochen und basteln. Ihr werdet von mir hören.

Allerliebste Grüße

Steffie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.