Fast wie Yoga

Ich spreche es nicht gerne aus, aber die MS macht meine Hände kaputt. Langsam, aber sicher. Ich schmeiße Sachen ungewollt herum, ich verliere an Feingefühl und wenn ich Sachen annehme, lasse ich sie auch gerne direkt wieder fallen, oder packe erst gar nicht zu. Das Ganze integriert sich eher weniger gut in einen Alltag. Vor allem in den Alltag einer Handwerkerin. Aber wie so oft: wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben. Also gehe ich einmal die Woche brav zur Ergotherapie. Ist gar nicht so schlecht, wie ich anfangs dachte. Und es bessert die Beschwerden zwar nicht vollständig, aber immerhin habe ich das Gefühl, dass ich dem schleichenden Prozess wenigstens ein Beinchen stelle und ihn dadurch verlangsame. Nun habe ich festgestellt, dass ich eigentlich schon lange Ergothearpie daheim mache. Ich bastle, mache aus meinen Fingernägeln regelmäßig kleine Kunstwerke und ich male. Und endlich haben wir wieder Herbst. Der Auftakt der Hochsaison von Stricken, Sticken und Nähen. Mein aktuelles Strickprojekt ist eher langweilig. Es ist ein Beweis der Liebe zu meiner allerbesten kleinen kleinen Schwester, da ich mit ziemlich dünner Wolle einen zwei Meter langen Schal mit etwa 40 Maschen pro Reihe stricke. Zwei rechts, zwei links. Bedeutet im Umkehrschluss, dass ich, wenn ich DVD’s schaue, mühsam Reihe um Reihe stricke. Aber gut, Liebesbeweis halt.

Was für euch wesentlich interessanter sein könnte, sind meine Nähprojekte. Ich bin absolute Nähanfängerin. Aber da ich ja eine gewisse handwerkliche Begabung an den Tag lege, dachte ich mir, ich versuche es mal. Nun bin ich aber von Hause aus Maler- und Lackiererin und habe mit der Näherei eigentlich nie viel am Hut gehabt. Aber wenn man die richtige Anleitung hat, dann ist es gar nicht so schwierig. Und bevor ich euch von meinem aktuellen Projekt erzählen werde, erzähle ich euch von vergangenen Projekten. IMAG2012Vor geraumer Zeit habe ich mir eine IPad Tasche genäht. Ich habe einen wunderschönen, mega niedlichen Schmetterlingsstoff im Stoffladen meines Vertrauens gefunden. Und dazu ein wirklich tolles Buch, das einem alle Arbeitsschritte gut erklärt. Viele Fotos machen es auch für einen Unerfahrenen leicht, die Arbeiten auszuführen. Und so ist eine schöne Tasche entstanden, zu der sich dann auch noch ein kleines Täschchen für meinen IPod gesellt hat. Ich werde euch an dieser Stelle nicht beschreiben wie ich die Taschen genäht habe, denn das würde tatsächlich zu weit führen. Aber wenn ihr mal eine Arbeit sucht, die euch ein bisschen entspannt und bei der ihr in eurem Kopf keinen Platz mehr für andere Gedanken haben wollt, dann fangt an zu nähen. In meinem Fall bringt das Nähen also einen doppelten Vorteil, weil ich dadurch entspannen kann und noch meine Hände trainiere. Ist also fast schon wie Yoga. Und mit viel Geduld und ein bisschen Geschick kann man wirklich schöne Dinge produzieren, die man auch super verschenken kann.

Allerliebste Grüße

Steffie

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