Leipzig

IMAG3328Ich kann ein weiteres Bundesland auf meiner Liste abhaken: Sachsen. Wieder mal habe ich ein nettes Angebot gefunden, was dem allerbesten Ehemann und mir ermöglicht hat, Leipzig einen Besuch abzustatten. Und was soll ich sagen? Auch Leipzig ist einen weiteren Besuch wert. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber ich schaue gerne Häuser an. Und Leipzig hat viele hübsche Häuser zu bieten. Unser Hotel war sehr nah an der Innenstadt, also eigentlich quasi in der Innenstadt und deswegen konnten wir uns ganz viel der Stadt zu Fuß anschauen. Wir sind immer wieder ins Hotel zurück gekehrt, damit ich Pause machen kann, und sind dann wieder losgelaufen. Ich freue mich immer wieder über eine bunte Mischung von neuen und alten Gebäuden und gerade Leipzig hat davon sehr viel. Gerade die Einkaufsstraße, die mit Teilen der Universität kombiniert ist, hat es mir angetan. Ein Gebäude der Universität, das schon meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, bevor wir überhaupt in der Einkaufsstraße angekommen waren, war der Wahnsinn. In der Fassade wurden moderne Elemente mit den Elementen einer gotischen Kirche vereint, ich konnte mich einfach nicht satt sehen. Natürlich gab es auch in Leipzig noch einen Weihnachtsmarkt und die Tatsache, dass wir montags und dienstags abends drüber laufen konnten, hat die Sache sehr angenehm gemacht. Keine großen Menschenmassen, nicht viele Touristen und völlige Bewegungsfreiheit. Davon abgesehen ist auch der Weihnachtsmarkt in Leipzig gut angelegt. Viele kleine Weihnachtsmärkte schließen sich zu einem großen Weihnachtsmarkt zusammen.

Und dann habe ich mich noch verliebt. In Leipzig gibt es eine Vielzahl von Antiquariaten. Leider bin ich ins ein hinein gegangen und ich hätte fast geweint vor Glück. Ja, haltet mich für komisch, aber ich liebe Bücher. Und noch mehr liebe ich alte Bücher. Zu wissen, dass sie so viel mehr erlebt haben als ich und so viel mehr erleben können, lässt mich ehrfürchtig vor ihnen stehen. Eine alte Sammlung aller Brecht- Werke hat mich fast schwach werden lassen. Aber leider habe ich zur Zeit weder das Geld dafür (ihr ahnt gar nicht wie teuer Bücher sein können), noch den Platz, die Sammlung angemessen zu präsentieren. Aber eines Tages… ich werde dich wiederfinden, Brecht- Sammlung.

Und dann… der große Augenblick: das Zusammentreffen zweier Bucketlist- Punkte, die gleichzeitig erfüllt wurden. Der Punkt, Sachsen zu besuchen, wurde ja quasi die ganze Zeit erfüllt und parallel dazu bin ich mit dem allerbesten Ehemann in die Oper gegangen.

Eine Oper sehen

Ich war noch nie in der Oper. Sagen wir so, ich bin nicht der größte Fan von klassischer Musik. Ich kann ihr nicht sonderlich viel abgewinnen. Oder sagen wir konnte. Wir haben „La Bohème“ gesehen. Es war eine gute Entscheidung. Ich dachte, wenn ich schon eine Oper anschauen will, dann richtig. Und was soll ich sagen, noch beeindruckt vom Gebäude, seiner Größe, seiner Aufmachung, seiner Imposanz, wurde ich von dem Stück völlig überwältigt. Jahrelang sensibilisiert, die Gefühle, die auf einer Bühne preis gegeben werden, in mich aufzunehmen, überrollten mich die Emotionen, die durch diesen perfekten Gesang und die dazu abgestimmten Bewegungen und natürlich durch die Untermalung eines klassischen Orchesters übertragen wurden, vollständig. So ließ das Stück eine Steffie übrig, die mit Tränen in den Augen, fassungslos in ihrem Stuhl saß. Nicht in der Lage, zu erklären, wann sie so mitgenommen worden war. Das wird nicht meine letzte Oper gewesen sein.

Alles in allem ist Leipzig auf jeden Fall eine Reise wert. Und wer Lust hat, eine ganze Zeit durch das Städtchen zu stromern und dabei die Augen aufhält, wird fündig werden. Leipzig ist keine klassische Großstadt, sondern eine gute Mischung aus Einmalig- und Bodenständigkeit. Wir werden uns wiedersehen!IMAG3334Allerliebste Grüße

Steffie

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