Rote Nudeln

IMAG2912Lange lass ich mich ja nie vom Cortison ärgern. Ich bin einfach nicht so für Süchte gemacht. Heißt mit anderen Worten, dass ich meinem Körper nicht gerne erlaube, von etwas abhängig zu sein. Aber was macht man nur, wenn man gerne ganz viel machen würde, eigentlich aber gar nicht so auf der Höhe ist? Richtig, kochen. Kochen geht immer. Und weil das Essen im Krankenhaus immer so wunderbar einfallsreich ist, will ich, wenn ich wieder nach Hause komme, alles gleichzeitig kochen. Meistens werden es dann aber rote Nudeln. Rote Nudeln sind bei uns Nudeln mit Gehacktessoße. Und es soll ja Menschen geben, die dafür diverse Tüten für Fertiggerichte benutzen. Ich nicht. Wie soll es auch anders sein? Ich liebe den Geruch von frischem Basilikum. Und von Olivenöl. Und von frischen Tomaten. Und ich liebe es, alle Zutaten auf meine Arbeitsplatte zu legen und bunt aussehen zu lassen. Und weil ich mich für meine Soße wirklich selbst loben kann, weil sie mittlerweile echt gut schmeckt, lasse ich euch an meinem Rezept teilhaben. Ihr braucht für etwa sechs Portionen:

  • 500 gr Gehacktes
  • 400 gr frische Tomaten
  • vier Knoblauchzehen
  • etwa zehn Blätter frisches Basilikum
  • etwas Olivenöl
  • 250 gr passierte Tomaten
  • zwei Zwiebeln
  • Kräuter: Basilikum, Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
  • ein Glas Wasser

Bevor man anfangen kann, muss man ein paar Vorbereitungen treffen. Zuerst wascht ihr die Tomaten und das Basilikum. Beides müsst ihr klein schneiden. Aber nicht vermischen. Die Zwiebeln müssen in Würfel geschnitten werden. Den Knoblauch behandle ich dann wie gehabt: in Salz zermatschen. Und dann kann es eigentlich schon losgehen.

Als erstes braucht ihr einen Topf, der richtig schön heiß wird. Ich nehme dafür immer meinen guten alten Bräter und, wenn ich sage gut und alt, dann meine ich das auch so. Denn meine Töpfe stammen von der allerbesten Omi. Und ich liebe jeden einzelnen von ihnen. Nun gut, Bräter auf den Herd und die höchste Stufe angemacht. Dann muss man kurz warten. Merkt man, dass der Topf heiß wird, kippt man das Olivenöl rein. Dazu kommt das Knoblauch und die Zwiebeln. Und ab dieser Stelle ist für mich Kochen das reine Vergnügen. Diese ganzen Gerüche. Ein Traum. Man sollte an dieser Stelle aber eigentlich nicht so viel quatschen. Ab dem Moment, wenn das Olivenöl im Topf ist, muss man sich ein bisschen beeilen. Und immer gut rühren. Zu Knoblauch und Zwiebeln schmeißt man noch das Basilikum. Warten. Tomaten dazugeben. Kurz vermengen und dann das Gehackte untermischen. Alles scharf anbraten, ordentlich salzen und pfeffern und dann mit dem Glas Wasser ablöschen. Herd runterdrehen. Atmen. So, das ganze köchelt dann erstmal alleine vor sich hin. Man kann dann nach dem Stress kurz etwas trinken. Wenn man viel Zeit zum Kochen hat, sollte man das Ganze eine gute halbe Stunde köcheln lassen. Dann muss man nur hin und wieder Wasser hinzugeben. Das macht die Soße wesentlich aromatischer. In der Zeit kann man auch gut die Nudeln kochen. Hat man nicht so viel Zeit, kann man den Teil auch weglassen, büßt aber Geschmack ein. Und dann sollte man, bevor man mit der Soße beginnt, bereits das Nudelwasser aufsetzen. Ist die halbe Stunde um oder auch nicht, schüttet man die passierten Tomaten in den Topf. Das muss man dann gut umrühren und ordentlich mit Basilikum und Oregano würzen. Auch Salz kann an dieser Stelle vermutlich nicht schaden. Und dann war es das schon. Wenn die Nudeln fertig sind, kann alles serviert werden. Ich esse dazu sehr gerne noch Parmesan. Aber bitte vernünftigen. Und am zweiten Tag schmeckt die Soße meist sogar noch besser.

Allerliebste Grüße

Steffie

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