Selbstgemachter Rotkohl

Die Vorweihnachtszeit naht und ich komme nicht daran vorbei. Ich mag Weihnachten nicht. Und es gibt eine lange Zeit, die ankündigt, dass etwas kommen wird, was ich nicht mag. Ganz toll. Immerhin muss ich nicht jeden Quatsch mitmachen. Weihnachtsmärkte vermeide ich zum Beispiel im Allgemeinen (hier wird es dieses Jahr vielleicht zwei Ausnahmen geben, die ich hier aber noch näher beschreiben werde). Weihnachtsmusik auch. Letztes Jahr habe ich es sogar geschafft Last Christmas nicht einmal zu hören. Nicht mal im Radio. Und letztes Jahr haben der beste Ehemann und ich es ja auch hingekriegt, dass wir der Weihnachtshölle entflohen sind. Wow. Ich glaub ich bin der Grinch. Lassen wir das besser. Also, was gibt es Positives in der Vorweihnachtszeit? Kerzen (mach ich auch im Herbst schon an), kochen (mach ich eh das ganze Jahr) und backen (mach ich auch das ganze Jahr, aber na gut, Weihnachtskekse nicht). Aber passend zum Anlass, gibt es doch das ein oder andere, was ich nur in der Vorweihnachtszeit koche. Rotkohl selber machen zum Beispiel. Und bis vor ca ’nem Jahr, gab’s selbstgemachten Rotkohl nur bei der allerbesten Omi. Aber wie bei den meisten Leckereien, ist Rotkohl selber machen einfach nur Fleißarbeit. Man braucht:

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  • einen Rotkohl (mittelgroß)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 saure Äpfel (Boskoop)
  • 5 EL Apfelmus
  • 100 gr Griebenschmalz
  • 5 Lorbeerblätter
  • 10 Nelken
  • 2 EL Essig
  • 150 ml Rotwein
  • 3 EL Johannisbeergelee
  • Zucker, Salz, Pfeffer

Und dann geht es schon los mit der Fleißarbeit. Der Rotkohl muss sehr fein geschnitten werden. Ich nehme dafür meine Brotschneidemaschine. Ja. Brotschneidemaschine. Die sieht danach zwar aus wie Sau, aber es ist die effektivste Variante für mich, den Rotkohl klein zu kriegen. Ich brauche dringend so einen Aufsatz für meine Küchenmaschine. Wer so einen hat, soll sich glücklich schätzen. Ich (nein, der allerbeste Ehemann) achtel(t) den Rotkohl und dann kann man ihn gut zerkleinern. Den geraspelten Rotkohl sammle ich in Schüsseln. Die Zwiebeln müssen in Würfel geschnitten werden. Die Äpfel werden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Die Lorbeerblätter und die Nelken kommen in einen Teefilter, den ich durch akkurates Falten ordentlich verschließe. Und dann kann man auch schon mit dem richtigen Kochen anfangen. Ich nehme einen großen Topf und gebe das Griebenschmalz hinein. Den Herd auf höchster Stufe anmachen und warten, bis das Schmalz klar wird. Dann kommen die Zwiebeln dazu, die schön glasig werden sollen. Apfel und Apfelmus werden dazugegeben und unter ständigem Rühren ein wenig geröstet. Dann stellt man den Herd etwas runter und gibt den Rotkohl hinein. Ich muss zwischendurch immer wieder den Topf kurz schließen, damit der Rotkohl zusammenfällt und ich nach und nach den gesamten Kohl im Topf unterbringen kann. Dabei immer wieder kräftig durchrühen. Ist der gesamte Kohl im Topf, würzt man mit viel Salz, wenig Pfeffer und einem Teelöffel Zucker. Den Teefilter mit Lorbeerblättern und Nelken schmeiße ich meist erstmal in den Topf und rühre ihn mit unter. Man gibt Essig und Johannisbeergelee mit zum Kohl und rührt nochmal alles kräftig durch. Dann kommt der Rotwein dazu, der Herd wird runtergestellt (auf die untereste Stufe), ich suche dann den Teefilter und vergrabe ihn knapp unter der Oberfläche des Kohls, mach den Deckel vom Topf zu und dann muss der Kohl mindestens zwei Stunden garen. Auch hier gilt, je länger er gart, desto besser ist der Geschmack. Vier Stunden sollte es aber nicht übersteigen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren aber dabei gucken, dass der Teefilter immer wieder oben an der Oberfläche ist. Nach der Garzeit könnt ihr den Teefilter entfernen, den Rotkohl nochmal abschmecken (Zucker, Salz, Essig) und dann war es das schon. Es wird eine große Menge Rotkohl werden und man kann ihn portionsweise einfrieren und dann bei Bedarf auftauen. Erspart einem an Weihnachten dann auch einen Kochvorgang beim Weihnachtsessen.

Allerliebste Grüße

Steffie

One thought on “Selbstgemachter Rotkohl

  1. Genau so geht es. Bei mir heut auf den letzten Drücker. Frohe Weihnachten wünsche ich Dir und dem besten Ehemann für dich. Michaela

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