Überbackene Zucchini

So, es ist passiert. Das erste Mal seit Wochen oder sogar Monaten war ich mal wieder auf der Wage und mein unfassbar gutes Körpergefühl hat sich in meinem Gewicht wiedergespiegelt. Ich habe einfach mal acht Kilo abgenommen. Kein Wunder, dass ich mich fitter fühle. Scheinbar war das eine sehr gute Idee, die Sache mit der Ernährungsumstellung. Ich vermute, schon die Tatsache, dass ich fast gänzlich auf Zucker verzichte, hat ihren Beitrag geleistet. Abgesehen davon fällt mir diese ganze Low Carb Geschichte wirklich leicht. Es gibt eine Unmenge von Seiten, auf denen man Rezepte und Ideen finden kann, und wenn man sich endlich daran gewöhnt hat, das ein oder andere Produkt im Supermarkt einfach mal umzudrehen und in der Nährwerttabelle zu sehen, wie viel versteckter Zucker in vielen Dingen ist, lässt man das meiste einfach im Regal stehen. Die beste Möglichkeit ist, sich durch das Angebot von frischem Gemüse zu kochen. Und das mache ich. Und da Low Carb nicht nur Verzicht, sondern vor allem Schlemmen bedeutet, lasse ich euch teilhaben. Heute mit überbackener Zucchini. Das wirklich Tolle an Low Carb ist, dass man quasi alles mit Käse überbacken darf und man somit eine Vielzahl an Gemüseaufläufen machen kann. Aber nicht immer muss es ein Auflauf sein. Ich bin ein absoluter Fan von Zucchini und schon lange vor Low Carb gab es bei uns überbackene Zucchini zu essen. Für eine Mahlzeit für eine Person braucht man:

  • eine Zucchini
  • eine Tomate
  • etwas Olivenöl
  • Raspelkäse (Mozzarella oder Gouda)
  • Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano, Thymian
  • nach Bedarf Knoblauch
  • etwas Parmesan

IMAG3479Die Zubereitung ist total einfach. Man heizt den Backofen auf 160° Umluft vor. Dann schneidet man die Tomate klein und wäscht und halbiert die Zucchini. Diese wird dann ausgehöhlt, dass fast nur noch die grüne Schale stehen bleibt und ihr legt die beiden Hälften in eine Auflaufform. Das Innere der Zucchini bewahrt ihr auf. Nun gebt ihr das Olivenöl in einen kleinen Topf und lasst es heiß werden. (Nach Bedarf kann an dieser Stelle noch zermatschter Knoblauch zugefügt werden.) Dort hinein kommen dann Tomaten und das Innere der Zucchini und ihr bratet beides ordentlich an. Das Ganze würzt ihr mit den Gewürzen, damit es ordentlich Geschmack annimmt. Wenn die Tomaten beginnen zusammen zu fallen, füllt ihr die Mischung in die leeren Zucchini und gebt etwas Raspelkäse darauf. Das Ganze kommt dann für gute 20 Minuten in den Backofen. Ziel ist, den Käse schön braun werden zu lassen. Wenn dem so ist, holt ihr die Zucchini heraus und bestreut sie mit etwas Parmesan. An dieser Stelle würde ich anfangen zu essen. Für die Nicht- Low Carber: man kann super gut Reis dazu essen und ihn in der Zeit kochen, in der die Zucchini im Ofen ist. Und so hat man in einer halben Stunde ein wirklich leckeres Essen.

Allerliebste Grüße

Steffie

Fünf Säulen

Seit ein paar Monaten nehme ich keine Medikamente mehr. Wieso und weshalb werde ich hier an anderer Stelle erklären, für heute muss die Tatsache reichen, dass ich es mache. Seit dem ist für mich an erster Stelle, auf mich aufzupassen. Ich hatte damit gerechnet, dass eine Reihe Schübe auf mich einprasseln. Bisher, und ich habe auch nicht das Gefühl, dass sich das ändert, bin ich verschont geblieben. Und jetzt kommt das große Aber. Ich investiere eine Menge, damit es mir gut geht. Dafür habe ich ein Konzept entwickelt, das auf fünf Säulen steht.

  1. Sport – Ich gehe mindestens zwei mal die Woche zur Physio. Zu den 45 Minuten Crosstrainer kombiniere ich den Muskelaufbau der unterschiedlichsten Muskelgruppen. Erst vor zwei Wochen wurde dieses Training noch um zwei neue Übungen erweitert. Mein Physiotherapeut passt gut auf, dass ich nicht zu viel machen will und gibt mir das Gefühl, dass er kontrolliert, wie oft ich trainiere. So traue ich mich nicht, zu schludern. Außerdem hat er Gleichgewichtsübungen in mein Trainingsprogramm aufgenommen. Irgendwann werde ich ihn dabei voll abziehen. Mittlerweile bin ich gut 2,5 Stunden in der Physiopraxis und kümmere mich um meine Fitness.
  2. Craniosacraltherapie – Einmal die Woche besuche ich einen Osteopathen, der mir den Kopf zurecht rückt. Durch gezielte Griffe werden meine Schädelplatten hin- und hergeschoben. Das hört sich komisch an, fühlt sich aber tatsächlich ziemlich gut an. Es hat etwas gedauert, aber mittlerweile habe ich mich gewöhnt. Es ist eine Vertrauensache, den eigenen Kopf in die Hände von jemandem anderes zu legen. Aber jetzt freue ich mich jede Woche auf den Termin. Der Sinn der Sache ist, dass das Nervenwasser durch das leichte Verschieben der Schädelteile wieder besser fließen kann. Und unvorstellbar, aber ich kann den Unterschied fühlen.
  3. Low Carb – Ich habe meine Ernährung fast gänzlich umgestellt. Ich verzichte fast komplett auf Kohlenhydrate. Ursprünglich hatte ich damit angefangen, weil ich ein bisschen abnehmen wollte. Der Gedanke dabei war, dass ich gar nicht mehr so viele Kohlenhydrate brauche wie früher, als ich noch viel gearbeitet habe. Jetzt habe ich mehrere Berichte gelesen und gesehen, dass diese Ernährung bei MS Erkrankten sehr hilfreich sein soll. Die Idee dabei ist, dass die Zellen im Gehirn nicht mit Zucker versorgt werden sollen, sondern lieber mit Ketonen, die aus guten Fetten in der Leber produziert werden. Damit laufen die Zellen besser und Entzündungsprozesse werden nicht unterstützt. Außerdem verzichte ich fast vollständig auf Alkohol. Das ärgert mich ein bisschen, weil ich gerne ein Glas Wein trinke, aber ich bemerke, dass es mir am Tag darauf merkbar weniger gut geht. Also lasse ich es und reduziere es auf wenige Momente, in denen ich mir ein Gläschen gönne. Und dann meist auch noch gestreckten Alkohol. Weinschorle geht halt auch.
  4. Stressverringerung – Ich halte jegliche Art von Stress von mir weg. Ich mache nur noch, was mir gut tut, und ich umgebe mich nur noch mit Menschen, die mir gut tun. Ich grenze mich von Problemen anderer ab, lasse mich in keine Probleme mehr hineinziehen. Ich relativiere, was relativiert gehört. Wenn man den meisten Dingen nicht mehr so viel Gewicht beimisst, bleibt das eigene Leben leicht.
  5. Nahrungsergänzung – Ich nehme mittlerweile viele Nährstoffe über Nahrungsergänzungsmittel ein. Habe ich früher nie drüber nachgedacht, aber MS Erkrankten wird dazu geraten, das ein oder andere einzunehmen. Das mache ich. Zum einen Magnesium und zum anderen Vitamine, allen voran Vitamin D. Bei vielen MS Erkrankten wird ein Mangel an Vitamin D festgestellt. Ich weiß nicht, ob ich einen Mangel habe, aber ich beuge einfach mal vor.

Diese fünf Säulen funktionieren für mich hervorragend. Das erste Mal seit drei Jahren kann ich wirklich sagen, dass es mir gut geht. Ein völlig neues Gefühl, aber es ist toll. Was mich nun schlussendlich schubfrei hält, weiß ich nicht. Mein Physiotherapeut auch nicht, genauso wenig wie meine Neurologin. Aber was es auch ist, ich werde nichts mehr von all dem sein lassen. Vielleicht greift auch alles ineinander. Ich kann es wirklich nicht sagen.

Allerliebste Grüße

Steffie

Quinoasalat

IMAG3746Jetzt, wo ich wieder regelmäßig in die Uni gehe, brauche ich öfter ein schnelles Mittagessen, das ich im Idealfall auch unterwegs essen kann. Seit neustem habe ich Getreidesalate für mich entdeckt. Sie sind schnell zubereitet und machen satter, als ein normaler Salat. Besonders Quinoa begeistert mich. Als erstes habe ich es in einem Fertigsalat von Aldi gegessen. Danach habe ich ein bisschen recherchiert. Wegen seines neutralen, aber nicht fehlenden Geschmacks, kann man es fast grenzenlos kombinieren. Und ich habe mir folgendes ausgedacht:

  • 150 g Quinoa
  • eine Schlangengurke
  • drei Tomaten
  • ein Päckchen Fetakäse (geht auch mit Mozzarella)
  • Salz, Pfeffer
  • eventuell Salatdressing

Zuerst muss man das Quinoa (bekommt man zum Beispiel bei dm) nach Zubereitungsanleitung kochen und danach abkühlen lassen. Ich verteile es dafür auf einem flachen Teller und rühre ab und zu durch, dann geht das schneller. In der Zeit kann man aber auch gut die Gurke schälen, in Scheiben schneiden und diese dann vierteln. Die Tomaten müssen in Stücke geschnitten werden, der Feta auch. Wenn das Quinoa abgekühlt ist, können alle Zutaten vermengt werden. Dann wird noch ordentlich mit Salz und Pfeffer gewürzt. Mir reicht das dann schon. Wem das nicht reicht, der kann noch Salatdressing in beliebiger Geschmacksrichtung hinzugeben. Der Salat eignet sich im Sommer auch super als Hauptmahlzeit oder kann zum Grillen zubereitet werden.

Allerliebste Grüße

Steffie

 

Ziegenpeter

IMAG3750Irgendwie habe ich versäumt, euch von einem Ausflug zu erzählen, den ich vor etwa drei Wochen mit einer Freundin unternommen habe. Wir hatten uns im Ziegenpeter in Duisburg verabredet. Mir war bekannt, dass es sich dabei um ein Restaurant handelt, was mich aber genau erwartet, war mir nicht bewusst. Hätte ich mal. Wir haben uns also zum Frühstück getroffen und ich habe mich morgens um viertel nach acht auf den Weg nach Duisburg gemacht. Ich persönlich finde Duisburg ja hässlich. Ich habe eine längere Zeit dort gelebt und ich muss sagen, es gibt schönere Städte. Aber je länger ich fuhr, desto netter wurde die Umgebung. Irgendwann wurde mir klar, dass der Ziegenpeter am Rhein liegen muss. Als mein Navi mit mitteilte, dass ich den Zielort erreicht hatte, fand ich mich auf einem Parkplatz wieder, von dem aus kein Restaurant  zu sehen war. Aber eine Beschilderung fand ich und startete einen kleinen Spaziergang durch den scheinbar noch nicht sehr alten Duisburger Rheinpark. Ich folgte den weißen Ziegenpetern, die auf Bänke, Wände und Schilder gemalt waren, und fand mich direkt am Rhein wieder. Das Wetter war wunderbar und da ich noch ein paar Minuten Zeit hatte, stand ich am Geländer und schaute dem Rhein zu. Dafür musste ich sogar über einen kleinen Strand laufen, der dort angelegt worden war. Generell ist der ganze Park ganz toll angelegt und man hat einen ganz wunderbaren Blick über den Rhein. Jetzt kommen wir zu dem Essen. Ich habe selten Essen in einem so guten Preis-Leistungsverhältnis gegessen. Es war wirklich, wirklich gut. Nun hatte ich an diesem Morgen nur einen Joghurt mit Müsli. Aber selbst dieses Gericht hat mich dazu gebracht, dass ich am nächsten Tag den allerbesten Ehemann dazu überredet habe, mit mir nochmal zum Ziegenpeter zu fahren, um dort zu Abend zu essen. Und ich sage euch, ich war da nicht zum letzten Mal. Wir waren an diesem einen Tag im April dort, als das Wetter schon so schön war. Und das Abendessen hat das Frühstück noch um Längen geschlagen. Ich hatte Pasta mit Ziegenkäsesoße und Weintrauben und Brot mit mariniertem Ziegenkäse. Ich habe schon sehr, sehr lange nichts so Gutes mehr gegessen. In meinem Ziegenkäse waren Blüten! Es sah wunderschön aus und hat noch besser geschmeckt.IMG_20160421_180659Ich empfehle euch dringend einen Besuch im Ziegenpeter. Nur warne ich euch vor, ihr solltet einen Tisch reservieren und, wenn schönes Wetter ist, wird die Sache mit dem Parken schwierig. Aber ich sage euch, nehmt es auf euch. Es lohnt sich!

Allerliebste Grüße

Steffie

 

Keine Angst vor Muscheln!

IMAG3244Passend zur Meerliebe, liebe ich auch Fisch. Natürlich kann man Fisch am besten am Meer essen, aaaber: wenn man hier richtig lecker Fisch essen will, sollte man ihn selbst zubereiten. Ich scheue auch vor wenig zurück. Manche mögen ja Fisch nicht gern. Für sie wird es besonders schlimm, wenn es dann um Garnelen, Krabben, Tintenfisch und eben Muscheln geht. Ich bin da anders. Und endlich, endlich habe ich eine Sache auch schon richtig gemacht, bevor ich krank war. Nämlich Fisch essen. Fisch soll für MS Kranke voll gut sein. Heißt, ich habe weiter gemacht wie bisher. Aber da ich mich schon lange nicht mehr einfach nur mit einem gebratenen Stück Fisch zufrieden gegeben habe, musste ich was Neues ausprobieren. Muscheln. Also habe ich mir frische Miesmuscheln gekauft, fix im Internet geschaut, was man so machen kann und dann losgelegt. Ich hatte schon lange überlegt, dass ich Muscheln mal selbst zubereiten will, hab mich aber nie getraut. Heute weiß ich, was ich versäumt habe. Also an all die, die sich auch nicht trauen, traut euch. Ich könnte sie mir ständig kochen.

  • ein Kilo Miesmuscheln
  • fünf Tomaten
  • zwei Zwiebeln
  • 150 ml Weißwein
  • eine Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Basilikum, ein Lorbeerblatt
  • Olivenöl

Und los geht’s. Die Miesmuscheln müssen gewaschen werden. Die Miesmuscheln, die geöffnet sind, müssen auf die Arbeitsplatte geklopft werden, gehen sie zu, dürfen sie bleiben, wenn nicht, müssen sie weg. Die Tomaten müssen in mundgerechte Stücke geschnitten werden, die Zwiebeln geschält und gewürfelt. Die Zitrone wird ausgepresst. Dann beginnt auch schon das Kochen. ihr gebt etwas Olivenöl in einen halbhohen aber großen erhitzten Topf, kurz warten und dann darin die Zwiebeln glasig anschwitzen. Die Tomaten dazu geben, kurz braten und dann mit dem Weißwein ablöschen. Ordentlich mit Salz, Pfeffer und Basilikum würzen. Das Lorbeerblatt hinzugeben, aber immer gut im Auge behalten. Dann lässt man das ganze kurz köcheln. Dann werden die Miesmuscheln hinzu gegeben und werden zehn Minuten in der Sauce gekocht. Am Ende den Saft der Zitrone in die Sauce geben und fertig. Nach Geschmack kann man auch Knoblauch am Anfang mit ins Olivenöl werfen. Dazu kann man sehr gut Pasta oder Brot essen. Und wie ihr seht, Miesmuscheln zubereiten dauert etwa eine halbe Stunde und noch dazu hat man ein tolles Essen.

Allerliebste Grüße

Steffie

Durchatmen

Es ist vollbracht, die Klausurphase ist vorbei. Und das eigentlich schon seit ein paar Tagen. Aber ich brauchte Ruhe. Die letzten Tage habe ich versucht, mich einfach wieder um mich zu kümmern. Sogar meine sozialen Kontakte habe ich fast auf null heruntergeschraubt. Nachdem ich so viel geleistet habe, habe ich das Gefühl, ich bin leer. Manchmal kann und will ich mir nicht eingestehen, wo die Grenze ist. Jetzt, wo es vorbei ist, würde ich sagen, dass drei Klausuren zu viel waren. Mein Körper setzt mir deutliche Signale, dass es gereicht hat. Aber ich weiß genau, wenn die nächste Klausurphase kommt und ich vor der Entscheidung stehe, drei Klausuren schreiben zu können, würde ich es wieder tun. Die alte Steffie ist nicht ganz verschwunden. Jetzt gerade aber hänge ich in der Luft und frage mich, ob ich das Studium so überhaupt noch schaffen kann. Das wird wieder vorbei gehen, aber es zehrt an einem.

Für die Semesterferien stehen noch mehr Prüfungen an, aber ich habe erstmal die Uni Uni sein lassen. Nächste Woche begebe ich mich an die neuen Aufgaben. Jetzt bin ich dran. Ich war spontan im Theater. Das war eine gute Entscheidung. Das Stück war zwar, naja, sagen wir gewöhnungsbedürftig, aber ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht. Außerdem tut das ein oder andere Gespräch mit Gleichgesinnten gut, wo ich doch die letzten Wochen fast ausschließlich über Klausuren gesprochen habe. Dann habe ich noch viel gekocht. Noch ist Kohlsaison und zwei Köpfe Rotkohl sind in meinem Gefrierschrank gelandet. Meine Nägel habe ich auch mal wieder bepinselt, heute auch endlich mal mit ein bisschen Design. Auf Stricken und Nähen habe ich keine Lust. Zu viel Kopfarbeit. Ich werde ein paar Tage ins Land ziehen lassen. Auf jeden Fall wird es wieder ein paar mehr Beiträge hier geben. Immerhin habe ich während der Klausurphase Fotos von Essen gemacht. Dazu wird es erstmal Rezepte für euch geben. Und von der Bucketlist werde ich euch auch mal wieder berichten. Es gibt noch so viel zu erzählen!

Allerliebste Grüße

Steffie

Selbstgemachte Reibekuchen

IMAG3388Meine Mama und der allerbeste Ehemann haben mir zu Weihnachten (ENDLICH) so ein Raspelding für meine Küchenmaschine geschenkt. Das weltbeste Weihnachtsgeschenk. In meiner Vorstellung habe ich schon 10 kg Rotkohl verarbeitet. In der Realität nur einen Kilo Kartoffeln. Ursprünglich habe ich so eine Dose Reibekuchenteig aus dem Kühlregal von Aldi gekauft. Aber jetzt hat sich also alles geändert. Reibekuchen, Klöße, Krautsalat, Rotkohl… Ich habe noch Großes vor. Und ich dachte mir, bevor ich das Rezept hier hin schreibe, opfere ich mich und mache einen Reibekuchen, um ihn zu probieren. Und er war so viel besser, als die, die ich vorher gemacht habe. Also:

  • 1 kg Kartoffeln
  • eine Zwiebel
  • ein Ei
  • 2 EL Mehl
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Öl oder Margarine

Die Kartoffeln schälen und dann zusammen mit der Zweibel fein raspeln, das Ei und das Mehl unterrühren und ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen. Die Margarine (das Öl) in der Pfanne erhitzen. Wenn es heiß ist, einen Esslöffel mit Kartoffelmasse in die Pfanne geben. Von beiden Seiten goldbraun backen und fertig. Bis alle Reibekuchen fertig sind, kann man sie im Backofen (auf ca. auf 50°C aufgeheizt) bis zum Essen lagern.

Allerliebste Grüße

Steffie

Weihnachtsgeschenke II

Ich mache so gerne Weihnachtsgeschenke selbst… Ich finde toll, wenn ich weiß, dass sich jemand wirklich Mühe gegeben hat, mit seinem Geschenk. Und nicht immer muss es mega zeitaufwendig sein. Und mega kompliziert. Ich habe bereits vor ein paar Wochen das Internet durchforstet und bin natürlich fündig geworden. Ich habe eine total einfache Sache gefunden, die jeder ganz schnell nachmachen kann. Und zwar kann man zur Zeit ja diese Flaschen kaufen, in denen Zutaten für ein Brot, für Kekse oder für Kuchen enthalten sind. Extrem teuer kommen die hübschen Flaschen daher. Und dabei handelt es sich meist um Zutaten, die fast jeder daheim hat. Ich habe mir also ein paar schöne Gläser (ich sammle von Berufswegen alles an Gläsern, was mir in meiner Küche so unter kommt) genommen und diese mit Zutaten für ein Cookierezept gefüllt. Ausgehend von der Größe des Glases kann man die Mengen anpassen. Die Zutaten habe ich so eingefüllt, dass die einzelnen Schichten schön vorneinander getrennt sind. Dafür habe ich das Glas immer wieder auf die Arbeitsplatte geklopft, sodass sich die Zutaten schön abgesetzt haben. Kakaopulver auf gehackten Mandeln sieht unschön aus und sollte man vermeiden. Ansonsten kann man die Rezepte (man findet unzählige im Internet) beliebig erweitern oder verändern, je nachdem, was man für einen Geschmack möchte. Dann habe ich noch einen kleinen Zettel geschrieben, der dem Empfänger erklärt, welche Zutaten er noch hinzufügen muss und wie er vorgehen muss. Und so hat man ein hübsches Geschenk, das ganz schnell fertig ist und dem Empfänger nicht nur einmal Freude bereitet.

Allerliebste Grüße

Steffie

Selbstgemachter Rotkohl

Die Vorweihnachtszeit naht und ich komme nicht daran vorbei. Ich mag Weihnachten nicht. Und es gibt eine lange Zeit, die ankündigt, dass etwas kommen wird, was ich nicht mag. Ganz toll. Immerhin muss ich nicht jeden Quatsch mitmachen. Weihnachtsmärkte vermeide ich zum Beispiel im Allgemeinen (hier wird es dieses Jahr vielleicht zwei Ausnahmen geben, die ich hier aber noch näher beschreiben werde). Weihnachtsmusik auch. Letztes Jahr habe ich es sogar geschafft Last Christmas nicht einmal zu hören. Nicht mal im Radio. Und letztes Jahr haben der beste Ehemann und ich es ja auch hingekriegt, dass wir der Weihnachtshölle entflohen sind. Wow. Ich glaub ich bin der Grinch. Lassen wir das besser. Also, was gibt es Positives in der Vorweihnachtszeit? Kerzen (mach ich auch im Herbst schon an), kochen (mach ich eh das ganze Jahr) und backen (mach ich auch das ganze Jahr, aber na gut, Weihnachtskekse nicht). Aber passend zum Anlass, gibt es doch das ein oder andere, was ich nur in der Vorweihnachtszeit koche. Rotkohl selber machen zum Beispiel. Und bis vor ca ’nem Jahr, gab’s selbstgemachten Rotkohl nur bei der allerbesten Omi. Aber wie bei den meisten Leckereien, ist Rotkohl selber machen einfach nur Fleißarbeit. Man braucht:

IMG_20141212_161755

  • einen Rotkohl (mittelgroß)
  • 2 Zwiebeln
  • 3 saure Äpfel (Boskoop)
  • 5 EL Apfelmus
  • 100 gr Griebenschmalz
  • 5 Lorbeerblätter
  • 10 Nelken
  • 2 EL Essig
  • 150 ml Rotwein
  • 3 EL Johannisbeergelee
  • Zucker, Salz, Pfeffer

Und dann geht es schon los mit der Fleißarbeit. Der Rotkohl muss sehr fein geschnitten werden. Ich nehme dafür meine Brotschneidemaschine. Ja. Brotschneidemaschine. Die sieht danach zwar aus wie Sau, aber es ist die effektivste Variante für mich, den Rotkohl klein zu kriegen. Ich brauche dringend so einen Aufsatz für meine Küchenmaschine. Wer so einen hat, soll sich glücklich schätzen. Ich (nein, der allerbeste Ehemann) achtel(t) den Rotkohl und dann kann man ihn gut zerkleinern. Den geraspelten Rotkohl sammle ich in Schüsseln. Die Zwiebeln müssen in Würfel geschnitten werden. Die Äpfel werden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Die Lorbeerblätter und die Nelken kommen in einen Teefilter, den ich durch akkurates Falten ordentlich verschließe. Und dann kann man auch schon mit dem richtigen Kochen anfangen. Ich nehme einen großen Topf und gebe das Griebenschmalz hinein. Den Herd auf höchster Stufe anmachen und warten, bis das Schmalz klar wird. Dann kommen die Zwiebeln dazu, die schön glasig werden sollen. Apfel und Apfelmus werden dazugegeben und unter ständigem Rühren ein wenig geröstet. Dann stellt man den Herd etwas runter und gibt den Rotkohl hinein. Ich muss zwischendurch immer wieder den Topf kurz schließen, damit der Rotkohl zusammenfällt und ich nach und nach den gesamten Kohl im Topf unterbringen kann. Dabei immer wieder kräftig durchrühen. Ist der gesamte Kohl im Topf, würzt man mit viel Salz, wenig Pfeffer und einem Teelöffel Zucker. Den Teefilter mit Lorbeerblättern und Nelken schmeiße ich meist erstmal in den Topf und rühre ihn mit unter. Man gibt Essig und Johannisbeergelee mit zum Kohl und rührt nochmal alles kräftig durch. Dann kommt der Rotwein dazu, der Herd wird runtergestellt (auf die untereste Stufe), ich suche dann den Teefilter und vergrabe ihn knapp unter der Oberfläche des Kohls, mach den Deckel vom Topf zu und dann muss der Kohl mindestens zwei Stunden garen. Auch hier gilt, je länger er gart, desto besser ist der Geschmack. Vier Stunden sollte es aber nicht übersteigen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren aber dabei gucken, dass der Teefilter immer wieder oben an der Oberfläche ist. Nach der Garzeit könnt ihr den Teefilter entfernen, den Rotkohl nochmal abschmecken (Zucker, Salz, Essig) und dann war es das schon. Es wird eine große Menge Rotkohl werden und man kann ihn portionsweise einfrieren und dann bei Bedarf auftauen. Erspart einem an Weihnachten dann auch einen Kochvorgang beim Weihnachtsessen.

Allerliebste Grüße

Steffie

Und doch wieder Essen…

IMAG3049Ich habe euch ja bereits von meinem Salatmittagessen erzählt. Und auch, dass ich dabei immer sehr kreativ bin. Naja, wie eigentlich bei allem, aber darum geht es jetzt grad nicht. Also, ich erfinde immer neue Salatkreationen. Und vor Kurzem habe ich einen wirklich tollen Salat gemacht, den ich gerne mit euch teilen möchte. Zumindest das Rezept. Und dafür sind ein paar Vorbereitungen nötig. Man benötigt nämlich Ziegenkäse. Und da Ziegenkäse an sich sehr herb im Geschmack ist und man das mögen muss und ich das nicht unbedingt mag, braucht man Honigziegenkäse. Dieser ist wesentlich milder im Geschmack, aber auch nur sehr schwer zu bekommen. Ich hatte mal Glück und habe bei Edeka welchen an der Käsetheke bekommen. Hatte mich darauf verlassen, dass sie ihn dann wohl immer haben werden, aber Pustekuchen. Dann hatte ich noch viel mehr Glück und habe, als ich im Sommer am Meer war, in den Niederlanden bei Aldi Honigziegenkäse bekommen. Hab direkt vier Pakete mitgenommen, weil er sich eine Zeit lang hält. War ein unrealistischer Gedanke, aber das soll nicht euer Problem sein. Meine allerliebste ehemalige Zwillingsschwester berichtete mir vor Kurzem, dass es den Honigziegenkäse auch bei Rewe gab. Hab ich noch nicht nachgeschaut. Aber bedeutet für mich, dass man Glück haben muss, den Ziegenkäse zu bekommen, und dann den Salat so machen kann wie ich es hier beschreibe. Eigentlich ist an all dem das deutsche Aldi Schuld. Ab und an findet man dort im Kühlregal wirklich leckere Sachen. Und da ich weder Veganer oder Vegetarier bin, noch irgendeiner merkwürdigen MS-Diät folge, probiere ich fast alles aus. Und es gab dort eine Zeit lang Ziegenkäse im Speckmantel. Sowas von lecker, dass es ständig auf Vorrat in unserem Kühlschrank lag. Doch dann, und das nachdem bereits mein Make-up, mein Shampoo, mein Lieblingsduschgel, mein Duschkabinenreiniger und mein Lieblingsnagellack aus dem Programm genommen wurden, tut mir die grausame Konsumwelt folgendes an: den Ziegenkäse im Speckmantel gab und gibt es bis heute nicht mehr zu kaufen. Eine Welt brach zusammen. Was also tun? Scheinbar habe ich ja nicht genug zu tun und habe somit das Projekt ‚Ziegenkäse im Speckmantel selbst machen‘ gestartet. Und: es hat natürlich geklappt.

Salat (nach Belieben)

  • grüner Salat
  • Gurke
  • Mais
  • Tomaten
  • Paprika (etc.)

Alle Zutaten waschen und kleinschneiden und auf einem Teller oder in einer Schüssel, je nach Menge, miteinander vermischen.

Dressing

  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 3 EL Balsamico
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Honig

Die Zutaten einfach nacheinander in einen Becher geben und gut vermischen. Kurz bevor ihr den Ziegenkäse auf euren Salat legt, das Dressing noch einmal schütteln oder durchrühren und dann auf dem Salat verteilen und gut mit dem Salat vermengen.

Ziegenkäse im Speckmantel

  • fünf etwa zwei cm dicke Scheiben Ziegenkäse
  • fünf Scheiben Bacon
  • Thymian

Der Ziegenkäse muss mit den Baconscheiben umwickelt werden. Auf eine Seite streut man den Thymian. Anschließend müssen beide Seiten angebraten werden. Man beginnt mit der Seite, auf welcher der Thymian ist. Der Ziegenkäse muss beginnen, in der Pfanne zu schmelzen, dann kann er rausgenommen werden und auf den Salat gelegt werden-.

Die Reihenfolge der Arbeitschritte der einzelnen Bestandteilde des Gerichtes solltet ihr einhalten, damit der Ziegenkäse auch schön warm oben auf eurem Salat liegt. Der Ziegenkäse eignet sich auch hervorragend, für ein Buffet oder einen Antipastiabend.

Allerliebste Grüße

Steffie