Selbstgemachte Kräuterbutter

Kochen ist ja nicht gleich kochen. Früher habe ich gekocht, weil ich es musste. Hunger gestillt und fertig. Dann ist mir aufgefallen, dass es durchaus sehr entspannend sein kann, wenn man sich viel Zeit dafür nimmt. Und, dass es sehr viel Spaß macht, das ein oder andere auch mal selbst zu machen. Und da ich mich nur selten an Rezepte halte und meistens einfach ausprobiere, wird es eine Kategorie über Essen geben, in denen ihr auch meine Rezepte finden werdet.IMAG2227

Eine Einladung zum Grillen hat mich vor ein paar Tagen mal wieder dazu gebracht, Kräuterbutter selbst zu machen. Für meine Kräuterbutter benötigt man:

  • 3 Stielchen Oregano
  • einen Stiel Rosmarin
  • 5 Stielchen Thymian
  • ca. 25 Blätter Basilikum
  • viel Schnittlauch
  • ein bisschen krause Petersilie
  • ein bisschen mehr glatte als krause Petersilie
  • 5 Knoblauchzehen
  • viel grobes Salz
  • ein bisschen Pfeffer
  • 500 gr Butter

Zu der Butter ist zu sagen, dass ich immer irgendeine Marken-Butter aus dem Angebot kaufe. Ich ernte die Kräuter selbst auf meinem Balkon, aber das muss nicht unbedingt sein. Mittlerweile kann man sie ja auch gut im Topf kaufen und verarbeiten, oder man kauft diese Tütchen, in denen die Kräuter schon fertig geschnitten sind. Wichtig ist aber, dass die Kräuter frisch sind. Als erstes sollte man die Butter in die Rührschüssel einer Küchenmaschine geben und sie durchrühren. Hat man keine Küchenmaschine, kann man es auch mit dem Mixer machen. Hat man den auch nicht, wird es anstrengend. Und da wäre ich dann raus.
Dann geht’s los mit der Fleißarbeit.  Man muss die Kräuter von den Stielen befreien und alles gründlich waschen. Dann muss alles bis auf Oregano und Thymian sehr klein geschnitten werden. Ist man damit fertig, schmeißt man alles in die Butter. Ich würze die Kräuterbutter dann mit einer Prise Pfeffer und ganz viel Salz. Also so richtig viel Salz. Lieber zu viel als zu wenig. Mit dem Koblauch verfahre ich bei allen Gerichten, die ich koche, gleich. Zuerst ziehe ich mir Handschuhe an. Dann nehme ich die Knoblauchzehen und befreie sie von ihren Schalen. Dann schneide ich sie auf einem Glasbrettchen relativ klein und schiebe sie alle zu einem Häufchen zusammen. Dann bestreue ich den Haufen Knoblauch mit viel Salz. Auch hier gilt: also so richtig viel Salz. Nun wartet man kurz und nimmt dann eine Gabel und zermatscht den Knoblauch. Durch das Salz wird die Feuchtigkeit aus dem Knoblauch gezogen und diese hilft beim Zermatschen. Man zerdrückt so lange, bis eine gleichmäßige Pampe entstanden ist. Diese kommt dann zu Butter, Kräutern und Gewürzen. Dann schmeißt man die Küchenmaschine wieder an und lässt alles gut durchrühren. Und nach ein paar Minuten, sagen wir mal so zwei bis drei, hat man die fertige Kräuterbutter. Die Menge reicht etwa für drei mittelgroße Gläser. Klebt man noch ein hübsches Schildchen drauf und bindet eine Schleife drum, eignet sie sich hervorragend zum Verschenken, gerade im Sommer. Die Arbeitszeit beträgt etwa 45 Minuten, schneidet man schnell, schafft man es auch in einer halben Stunde. Und nun:

Viel Spaß beim Ausprobieren,

allerliebste Grüße

Steffie