Geburtstagskalender

Ich habe vor kurzem einen Geburtstagskalender gesehen, der mich so begeistert hat, dass ich ihn auch haben wollte. Und da er so einfach nachzubasteln ist, berichte ich euch, wie ich vorgegangen bin. Irgendwie mag ich diese klassischen Geburtstagskalender nicht. Ständig kommen Menschen dazu, was ja erstmal nicht so schlimm ist, aber manchmal muss man auch Menschen entfernen und spätestens dann wird es in einem klassischen Geburtstagskalender unschön. Und wie ihr gleich sehen werdet, habe ich einen Kalender nachgebastelt, bei dem man dieses Problem wunderbar umgehen kann. IMAG3758Zuerst habe ich mir bei meinem Schwiegerpapa ein Brett besorgt. Dieses ist so in etwa 40 cm lang, 10 cm hoch und 2 cm stark. In meinem Brett gibt es eine Nut, die mich aber nicht weiter gestört hat, sondern sich schlussendlich schön in das Gesamtbild eingefügt hat. Das Brett habe ich ordentlich abgeschliffen und dann von allen Seiten zweimal mit Haftgrund grundiert. Nach der Trocknungszeit habe ich das Brett mit seidenglänzendem Lack lackiert. Dann fing die Fleißarbeit an. Ich habe mir eine kreisrunde Schablone mit einem Durchmesser von ungefähr 3 cm gesucht und auf unterschiedlich gemusterte Pappe Kreise gemalt. Diese habe ich dann ausgeschnitten.IMAG3775Auch auf eine helle einfarbige Pappe habe ich Kreise gemalt und diese ausgeschnitten. Ich gebe zu, dass das nicht die erfüllendste Arbeit war. Aber, was muss, das muss. Ich habe in etwa 50 farbige und 50 unifarbene Kreise erstellt. Dann habe ich angefangen, mit einem silbernen Stift Zahlen auf die farbigen Kreise zu schreiben. Dabei habe ich mich von Januar bis Dezember durch die Monate gearbeitet und die Zahlen aufgemalt, an denen Menschen, die ich kenne, Geburtstag haben, aber immer nur die erste Zahl des Datums. Auf die unifarbenen Kreise habe ich passend dazu Name und Geburtsjahr geschrieben. Außerdem habe ich 12 farbige Kreise mit den Buchstaben J, F, M, A, M, J, J, A, S, O, N und D beschriftet. Nachdem der Lack auf dem Brett trocken war, habe ich mit Alleskleber die zwölf Buchstabenkreise auf die untere Kante des Brettes unterhalb der Nut geklebt. Natürlich alles sehr gleichmäßig. Auf den Teil des Brettes überhalb der Nut habe ich den Schriftzug GEBURTSTAGE schabloniert. Ich besitze Buchstabenschablonen, deren Buchstaben zufälligerweise die perfekte Höhe haben. Hier habe ich mit sechs unterschiedlich farbigen Acrylfarben gearbeitet. Und dann ging es in die nächste Runde Fleißarbeit. Ich habe mit einem kleinen Seitenschneider Büroklammern halbiert, damit ich kleine, längliche Ringe bekomme. Außerdem habe ich mir für kleines Geld im Baumarkt zwölf identische kleine Ösen mit einem 3 mm Gewinde gekauft. Diese habe ich in das Brett geschraubt. Dafür habe ich zuerst einen kleinen Nagel in die richtige Stelle gehämmert, mit einer Zange wieder raus gezogen und dann die Öse in das Loch gedreht. Das habe an der unteren Kante des Brettes mittig hinter den Buchstabenkreisen gemacht. Der allerbeste Ehemann hat mir in die Rückseite des Brettes zwei Löcher gebohrt. Ich habe das besser den allerbesten Ehemann machen lassen, weil ich vermutlich durchgebohrt hätte und das wollte ich nicht. Mit zwei passenden Nägeln in der Wand, habe ich das Brett aufgehangen. Dann habe ich mir die einzelnen Monatsstapel zurechtgelegt und mit einem Locher oben und unten auf den Kreisen Löcher gemacht. Verbunden durch die einzelnen Büroklammernringe habe ich die Zahlen von klein nach groß sortiert und immer nach einer Zahl, den passenden Namenskreis gehangen. Wenn für einen Monat alle Zahlen verbunden waren, habe ich die Kette an die jeweilige Monatsöse gehängt.IMAG3799Und dann war ich endlich fertig. Jetzt kann ich jeden Monat beliebig erweitern oder unauffällig Menschen raus nehmen. Der Kalender, der die Idee für meinen geliefert hat, war wesentlich kleiner. Man kann also ganz einfach durch die Größe des Brettes und die Größe der Kreise die Gesamtgröße des Kalenders bestimmen. Tatsächlich hatte ich alle Materialien daheim, bis auf die Ösen. Und so habe ich mich etwa eine Woche lang beschäftigt und schlussendlich ist mir aufgefallen, dass ich nicht mehr sooo viele Menschen kennenlernen möchte, die im Dezember Geburtstag haben. Ist ganz schön voll da.

Allerliebste Grüße

Steffie

Nagellackliebe

Ich habe meine IMG_20141116_130748allerliebste beste Freundin kennen gelernt, bevor ich krank wurde. Und als wir uns näher kennen lernten, war sie ganz begeistert, als sie hörte, dass ich Malermeisterin bin. Sie dachte, ich hätte auch Spaß daran, meine Nägel zu lackieren, genau so wie sie. Aber sagen wir so, ich war Handwerkerin. Das höchste der Gefühle war ein bisschen schimmernder Überlack. So hatte ich mit Abstand die schönsten Nägel auf der Baustelle. Das hat mir gereicht.

 

Doch dann wuIMG_20160131_142932rde ich krank. Viele Stunden in liegendem Zustand ließen Langeweile aufkommen. Also bekam ich von meiner allerliebsten besten Freundin oft die Nägel gemacht. Und ich weiß gar nicht genau wie das eigentlich kam, aber mit der Zeit fing ich an, mir selber die Nägel zu lackieren. Am Anfang sehr unkreativ oder völlig unharmonisch, aber es war ein Anfang. Und wenn ich von Nägel lackieren spreche, dann rede ich nicht von einfach uni lackierten Nägeln, sondern von Nägeln mit besonderen Mustern, Akzentnägeln, bestempelten Nägeln, Punkten und kleinen Kunstwerken. Anfangs benutzte iIMG_20150830_193306ch einen Zahnstocher und hatte einen schlechten Pinsel, der recht groß war. Dann kaufte ich mir als erste größere Investition ein Dotting Tool Set. Und von da an, hatte ich jede Menge Punktmuster auf meinen Nägeln. Ich weiß nicht genau, wann das Ganze jede Grenze verloren hat. Heute besitze ich über 460 Nagellacke und jede Menge Werkzeug für alle erdenklichen Sondertechniken. Und wenn ich mal wieder liegen muss, lackiere ich mir die Nägel. Ich sehe das nicht als Frauending. Ich sehe das Ergothearpie. Malt mal einen Vogel auf einen Fingernagel, oder eine Blume, oder die AvIMG_20150524_152059engers. Ich habe kaum eine andere Sache gefunden, die mir so viel filigranes Arbeiten abverlangt wie das Erstellen von Kunstwerken auf den Nägeln. Und ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht nur für ein Stündchen beschäftigt ist, sondern je nach angestrebtem Endergebnis, viel Zeit damit verbringen kann. Und so hat mir die Krankheit ein Hobby beschert, für das ich heute einen eigenen Schrank im Badezimmer hängen habe, weil ich die Menge der Lacke nicht mehr anderes gelagert kriege. Und ganz nebenbei macht eine knallige Farbe auf den Nägeln auch immer gute Laune.

Allerliebste Grüße

Steffie

 

Kurzer Überblick

So Herrschaften, da bin ich wieder. Seit meinem letzten echten Beitrag hatte ich noch nicht wieder Zeit, einen vernünftigen Beitrag zu schreiben. Der allerbeste Ehemann und ich kamen aus Büsum wieder, kurz durchgeatmet, ein bisschen arbeiten und zack, waren wir schon wieder auf der Autobahn auf dem Weg nach Hamburg. Diesmal war die allerbeste kleine kleine Schwester auch dabei. Ich war bereits zweimal in Hamburg und hatte schon vieles angeschaut, aber diesmal habe ich Hamburg von einer anderen Seite kennengelernt. Wir waren in Blankenese und haben die ersten Sonnenstrahlen bei einem Kaffee am Strand der Elbe genossen. Ganz nebenbei kann ich Hamburg jetzt von der Bucketlist streichen.IMAG3594Wieder daheim angekommen gab es direkt das nächste Abenteuer: das allerbeste Patenkind zum ersten Mal im Theater. Im Theater Oberhausen gibt es doch tatsächlich ein Stück für kleine Kinder ab drei. Und hin mit dem Kind! Dieses hatte sichtlich Spaß und ließ sich nach dem Stück mit stolzem Grinsen im Bühnenbild fotografieren. Zum Abschluss gab es noch ein Eis. „Eis mit Banane.“ „Richtige Banane?“ “ Eis aus Banane. Und Banane.“ „Du möchtest richtige Banane auf deinem Eis?“ „Ja. Und Eis aus Banane.“ Ich finde toll, dass das allerbeste Patenkind jetzt sagen kann, was es möchte. Ist viel einfacher als früher. Die Bananen hab übrigens ich gegessen.

Seit gestern lebe ich mich wieder ein und war erstmal bei der Physio. Mir stehen drei sehr ruhige Wochen bevor. Drei Wochen und ein Tag. Ich arbeite mit viel Ehrgeiz an meinem Projekt für die Uni, damit ich schnell damit fertig werde und vielleicht noch ein bisschen Ferien haben werde. Ach ja, ein bisschen gemalert habe ich auch noch. Und werde ich auch noch. Besser als jede Ergotherapie. Ich mag, wenn routinierte Handgriffe funktionieren, ohne, dass ich alles durch die Gegend schmeiße. Vielleicht sollte ich wieder mehr malern.

Allerliebste Grüße

Steffie