Kutterfest

IMAG4151Seit ein paar Jahren fahren der allerbeste Ehemann und etwa zur gleichen Zeit an die Nordsee. Um genau zu sein: nach Neuharlingersiel. Jedes Jahr findet dort das Kutterfest statt. Ganz davon abgesehen, dass ich eh immer an’s Meer möchte, bietet das Kutterfest den besonderen Reiz, dass man auf einem Fischkutter auf’s Meer hinaus fahren kann. Das ist natürlich irgendwie Meer 2.0. Auf dem Meer rumzutuckern und weggepustet zu werden, hat schon irgendwie was. Dieses Jahr hatten wir auch wirklich Glück mit dem Wetter. Die Sonne strahlte vom Himmel und es waren angenehme gefühlte 30°C. Meine Haut hat endlich etwas Farbe bekommen. Dank der ganzen Lernerei und dem bisher nur spärlich mit Sonne ausgestatteten Sommer, sah ich nämlich bis vorgestern noch aus wie ein Kalkeimer. Das hat sich dann gestern glücklicherweise geändert. Dieses Jahr feiert das Kutterfest seinen 50. Geburtstag. Viel größer und irgendwie auch viel voller kam es daher. Leider fand die Kutterregatta, die sonst immer samstags stattfindet, dieses Jahr sonntags statt. Trotzdem sind die Kutter gestern rausgefahren, das heißt, ich konnte auf’s Meer. Ein bisschen lustiger ist es eigentlich, wenn sie Regatta fahren, weil sie dann versuchen, sich gegenseitig in der gestoppten Zeit zu übertrumpfen, und dabei gerne schon mal die ein oder andere Welle auf den Kutter schwappt. Trotzdem hatte es gestern seinen Reiz. Scheinbar haben alle Kutter versucht, ihre Fähigkeiten in die Kurve zu fahren, schon mal für das echte Rennen zu trainieren. Also sind wir im Kreis fahrend über die Nordsee getingelt. Und es war schön wie immer. Hiermit empfehle ich euch also sehr dringend das Kutterfest in Neuharlingersiel. Wir machen daraus meist einen Tagesausflug, man kann aber auch ganz gut dort übernachten, wenn man rechtzeitig ein Zimmer bucht. Ist nämlich immer schnell ausgebucht zur Zeit des Kutterfestes in Neuharlingersiel. Aber als Tagesausflug funktioniert es auch immer super.

IMAG4148Allerliebste Grüße

Steffie

Und noch einmal: Meer!

IMAG2850Wer hätte das gedacht, dass ich so schnell nochmal Sand sammeln kann?! Also ich nicht. Aber ein Spontan-Trip (erneut) an die niederländische Nordseeküste mit den beiden Besten macht es möglich. Vorletzen Donnerstag geht mein Handy und meine allerliebste ehemalige Zwillingsschwester ist am anderen Ende: „Nächstes Wochenende Meer?“ Und was soll ich sagen?! Da sagt man nicht nein. Also ging es am Freitag los. Mit der allerliebsten besten Freundin und der allerliebsten ehemaligen Zwillingsschwester. Und trotz des gar nicht so weit zurückliegenden letzten Meerbesuchs, habe ich mich wie doof gefreut. Kann man ja nicht zu oft besuchen, das Meer. Und ich muss sagen, dass das diesmal gewählte Reiseziel jeden anderen Meerbesuch um Längen geschlagen hat. Wir waren in Noordwijk. Wer nicht weiß, wo das ist: gaaaanz im Westen von den Niederlanden. Ziemlich auf einer Linie mit dem Ruhrgebiet. Man muss also mit dem Finger auf der Karte einfach nur links gehen, so lange bis Wasser kommt. Und was für Wasser. Im Gegensatz zu den (mir bekannten) deutschen Nordseeküsten, sind die niederländischen Nordseeküsten so wundervoll naturbelassen. Also fast. Da ist nicht überall Beton und so. Und auch keine Steine. Da ist einfach Sand. Viel Sand. Feiner Sand. Na und Muscheln. Und davon an der jetzt besuchten Küste ganz schön viele Bunte. Aber eins nach dem anderen. Wir kamen Freitag an und je näher wir dem Meer kamen, desto blauer wurde der Himmel. Und als wir ausstiegen, waren gefühlte 25 Grad und ein leichtes Lüftchen zu spüren.

Kurzer Einschub: ihr glaubt gar nicht wie wichtig das leichte Lüftchen für mich ist. Ich war früher immer ein Mensch, der Hitze sehr gut aushalten konnte. Gesegnet mit einer Haut, die die Sonne liebt. Dementsprechend habe ich früher stundenlang in der Sonne gelegen. Heute geht das nicht mehr. Oder sagen wir, seitdem ich krank bin, geht das nicht mehr. Hitze ich für mich wie ein Killer. 25 Grad ohne Lüftchen halte ich vielleicht zwei Stündchen aus. Dann baue ich ab. Das ganze ist ein echtes (also bekanntes) MS-Symptom und hat auch irgendeinen komischen Namen. Aber auch ich merke mir nicht immer alles. Nun, aber warum erzähle ich euch das? Eigentlich wollte ich nur sagen, dass mir das Meer in 90% der Fälle die Möglichkeit bietet, in der Sonne zu liegen. Und das länger als zwei Stunden. Die Luft pustet mich gleichzeitig wieder auf Normaltemperatur. Und somit gilt der ganze Beitrag nicht nur als Reisetipp für Gesunde, sondern vor allem für MS-Kranke, die die gleichen Beschwerden haben wie ich. Was eigentlich nicht nur für Noordwijk gilt, sondern für die gesamte Nordseeküste. Denn meistens ist hier das schöne Wetter mit Wind kombiniert.IMAG2848

Okay, gefühlte 25 Grad und ein leichtes Lüftchen. Was im Umkehrschluss bedeutete, dass wir fast unsere gesamte Zeit am Strand verbrachten. Na gut. Wir haben auch was gegessen. Geht da auch ganz gut in Noordwijk. Auf so einer niedlichen Promenade mit lauter Restaurants. War für jeden Geschmack was dabei. Und wir waren auch noch ein bisschen shoppen. Geht nämlich auch ganz gut in Noorwijk. Es gibt eine kleine Innenstadt mit einer bunten Auswahl an Geschäften. Und die allerliebste ehemalige Zwillingsschwester war noch surfen. Geht auch ganz gut in Noordwijk. Wenn denn  Wellen da sind. (Das gilt aber wohl für jede Küste.) Alles in allem ist in Noordwijk also neben einem wunderbaren Strand alles vorhanden, was man so braucht, um den Alltag mal zu vergessen.

Manchen (auch mir) reicht ja nur der Strand. Ich brauche ein Handtuch, ein Buch, einen Bikini und eine Flasche Wasser. Und dann könnte ich stundenlang rumliegen, lesen, schlafen, dem Meer zuhören. Ab und zu gehe ich ins Wasser, aber dann liege ich auch gerne wieder rum. Und wenn der Strand so einladend ist wie in Noordwijk, ist es umso schöner. Ich mag, wenn die Ebbe das Meer nicht völlig für sich beansprucht. Wenn durch sie nur der Strand etwas tiefer wird, ist es okay. Und ich mag, wenn die Flut allerhand schöne Dinge ans Ufer bringt. Wenn man sieht, welch lange Reise diese ganzen Sachen hinter sich haben. Einfach wunderschön.

So, schlussendlich bleibt zu sagen, dass das nicht meine letzte Reise ins schöne Noordwijk gewesen sein wird. Und zum Ende bekommt ihr (untypischerweise) noch ein drittes Bild. Ich wünsche euch, dass ihr auch ein paar Tage am Meer verbringen könnt oder konntet.IMAG2877

Allerliebste Grüße

Steffie

Meer

Ich bin durch und durch ein Meermensch. Ich denke, das habe ich vom Papa geerbt, der auch ein Meermensch ist. Aber was soll ich sagen? Das Meer ist doch auch toll. Wenn ich im Auto sitze und dem Meer näher komme, habe ich schon ganz früh das Fenster runter und rieche es. Und der Wind wird auf einmal ganz anders. Und in meinem Bauch wird es ganz kribbelig, denn hinter jeder Kurve könnte es sein und sich vor einem ausbreiten. Wenn ich richtig schlecht drauf bin, fahre ich hin. Es macht meine Laune wieder gut. Und oben am Meer, kann man die Aussage mit dem Kopf Durchpusten ziemlich wörtlich nehmen. Geht mal mit schlechter Laune über einen Deich. Lasst euch den Wind um die Nase tanzen, die Haare durchwirbeln und ich verspreche euch, danach sind Sorgen ganz klein. Und die ganze Welt ist irgendwie so ruhig.

Da verwundert es nicht, dass ich jede Chance wahrnehme, das Meer zu besuchen. Und natürlich gibt es in meiner Bucketlist den ein oder anderen Punkt, der mit dem Meer zu tun hat. Und um den folgenden, geht es in diesem Beitrag:

Sand von zehn unterschiedlichen Stränden sammeln

Den ein oder anderen Strand habe ich ja schon besucht in meinem Leben, aber da es die Bucketlist erst seit zwei Jahren gibt, musste ich quasi neu anfangen zu sammeln. Bisher zieren zwei Glasgefäße meinen Badezimmerschrank. Auf dem einen steht Texel und auf dem anderen Neuharlingersiel (stellvertretend für die Siel-Gemeinschaft an der Nordseeküste). Und nun habe ich die Möglichkeit bekommen, ein weiteres Glasgefäß hinzustellen. Als meine (Ja, und jetzt haben wir ein Problem, denn ich kann nicht schreiben „die allerbeste Schwester“, denn ich habe zwei. Und beide sind jünger, das heißt ich kann nicht mal schreiben „die allerbeste kleine“ und „die allerbeste große Schwester“. Und beide sind länger als ich, das heißt auch da geht „kleine“ und „große“ nicht. Sagen wir einfach „die allerbeste kleine große Schwester“ und „die allerbeste kleine kleine Schwester“. Denn die eine ist länger und älter als die andere.)… und nochmal neu: als meine allerbeste kleine große Schwester von ihrem Sommerurlaub erzählte (niederländische Nordseeküste, ein Häuschen in der Nähe vom Strand), stellte sie auch direkt die Frage, ob wir sie nicht besuchen kommen wollen. Und natürlich wollte ich. Zumal der Anblick vom allerbesten Patenkind, wenn es das erste mal in seinem Leben das Meer erblickt, sehr verlockend war. Und wie soll es auch anders sein? Es war wunderbar. Während im Ruhrgebiet Rekordtemperaturen gemessen wurden, lag ich am Strand, ließ die Hitze vom Wind wegtragen und hörte dem Meer zu. Und dem allerbesten Patenkind: „Tate Steffie, Meer Spaß.“ (Mit aktuell noch deutlich hamburgerischen st.) Und weil es so schön war, gibt es ein Foto, aber nicht mehr, denn wer mehr (hier kann ich mir den Wortwitz einfach nicht verkneifen: Meer) sehen möchte, sollte selber nach Scharendijke fahren.

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Allerliebste Grüße

Steffie