Und jetzt? Zukunft!

Ich glaube ja, dass die MS weniger gut funktioniert, wenn man ab und zu seinen Kopf „resetet“. Aber ich glaube auch, dass dafür jeder seine eigene Methode finden muss. Ich habe ein paar Methoden. Ein schöner Film, schwimmen gehen oder ein gutes Buch. Alles Dinge, die meinen Kopf kurzfristig entspannen und ihn für neue Anstrengungen fit machen. Aber ein absoluter Garant für Kopfdurchpusten ist bei mir das Theater. Schon lange zähle ich mich zu den Theatermenschen. Mit 13 Jahren habe ich angefangen in der Theater AG meiner damaligen Schule zu spielen und bis heute lässt mich es mich nicht los. Nur hat sich die Bühne gewechselt und ist heute die des Theaters Oberhausen. Geändert hat sich dadurch nichts. Dieser kurze Adrenalinstoß ist für mich wie ein Lebenselexier. Ich muss zugeben, dass mir das Theatern in der Anfangszeit meiner Krankheit nicht immer leicht gefallen ist. Ich musste für einige Zeit pausieren. Aber genauso heilsam wie das Spielen ist auch das Theater Gucken. Zwei Stunden, die mich packen, mitnehmen und erst nach ewigem Durchdenken des Gesehenen wieder loslassen.

Und so saß ich vor geraumer Zeit in der Produktion einer anderen Laiengruppe des Theaters. Es handelte es sich um die Gruppe der Jugendlichen. Schon als man hereinkam, konnte man die aufgeregte Stimmung spüren. Das Adrenalin schwirrte quasi durch die Luft. Und ließ mich lächelnd in der ersten Reihe sitzen. Das Stück war nicht lang, aber berührte mich auf vielen Ebenen. 21 Jugendliche stehen auf der Bühne geben ihr Leben in Stichworten nach Jahren sortiert wieder. Die Reise beginnt in dem Geburtsjahr des ältesten Mitgliedes der Gruppe. Es fallen Sätze wie „2000: ich werde geboren.“ „2005: ich komme in den Kindergarten.“. Man bekommt einen schnellen Einblick in einen Lebensverlauf bis zum aktuellen Jahr 2015. Und was passiert dann? Richtig, die Jugendlichen sehen in die Zukunft. Wagen einen Blick darauf, was passieren könnte. Und dabei geht es nicht nur um die Ideen, was mit der Welt passieren könnte (Zombieapokalypse, Leben im Weltall, Forschung), sondern auch um die persönlichen Entwicklungen. Und dann fiel ein Satz und das Stück hatte mich vollständig: „Ich bin glücklich.“ Eigentlich bin ich ja kein Freund von der Überlegung, was passieren könnte. Denn ich glaube, vieles passiert, ohne dass wir Einfluss haben. Aber eben doch nicht alles. Denn wir haben es selber in der Hand. Wir können selber entscheiden, ob wir irgendwann in unserem Leben sagen können, dass wir glücklich sind. Egal wie die äußeren Umstände sind, wir können dafür sorgen, dass wir trotzdem das Beste daraus machen. Und ich finde, jeden Tag sollte das Ziel sein, abends sagen zu können, dass es ein guter Tag war.

In diesem Sinne: seid glücklich!

Allerliebste Grüße

Steffie

2 thoughts on “Und jetzt? Zukunft!

  1. Wie schön, dass es dir gefallen hat! Es war auch spannend für mich mit den Kids über das Thema zu arbeiten und mich immer wieder dabei zu ertappen, bereits einiges zu haben, was sie sich von der Zukunft erträumen – und einiges nicht, was sie für die Gegenwart unverzichtbar halten 😉 – und festzustellen: Glück kann so vieles sein, wichtig ist vor allem, es zu erkennen!

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